rbb - Landschleicher

Hanneliese Henow, geb. 1925, lebt in Senzig. Um 1945 arbeitete sie als Sekretärin in einer Fabrik in Wildau und erlebte den Einmarsch der Roten Armee in Senzig. Die Aufzeichnungen befinden sich im Besitz der Verfasserin.

Hanneliese Henow
Königs Wusterhausen, Senzig
Flucht und Vertreibung, Krankheit/ mediz. Versorgung, Schlacht um Berlin Frühj. 45

Hanneliese Henow (2010). Foto: Tanja Kasischke

Am Sonnabend, dem 21. April blieb ich auf meinem Weg zur Arbeit schon am Güterbahnhof Königs Wusterhausen mit dem Fahrrad im Flüchtlingstreck, der aus den ostdeutschen Gebieten kam, stecken. Die Pferdewagen hatten sich einfach zu einem Pulk zusammengeschoben; man kam einfach nicht weiter. So mußte ich umkehren und von zu Hause in meinem Büro anrufen. An diesem Tag wurde auch die Postkasse in unserm Haus abgerechnet und das Postamt Senzig geschlossen. Schon wenige Stunden später wurde der Postraum von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt. Hier lag Stab 5o3.
Henows Scheune nebenan sollte Feldlazarett werden und Oma Henows Wohnstube Operationssaal.
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